Domestizierung

Domestikation ist eine Veränderung, die bei wildlebenden Tieren oder Pflanzen eintritt, wenn sie über einen längeren Zeitraum vom Menschen gehalten werden. Der lateinische Begriff bedeutet wörtlich übersetzt "für zu Hause geeignet machen".

Wenn Menschen wilde Tiere und Pflanzen nehmen und sie halten und züchten, können sich die Tiere und Pflanzen mit der Zeit verändern. Die Tiere und Pflanzen werden abhängig von den Menschen, die sie halten, und sie verändern sich in einer Weise, die für den menschlichen Gebrauch besser ist. Diese Veränderung (Domestikation) geschieht, indem der Mensch entscheidet, welche Tiere die nächste Generation züchten wird. Biologen bezeichnen diese Methode als künstliche Selektion.

Die erste Domestizierung von Pflanzen geschah während der ersten Nutzung der Landwirtschaft. Der Mensch domestizierte zuerst Hunde. In der neolithischen Revolution domestizierten die Menschen Schafe und Ziegen, später Rinder und Schweine.

Domestizierte Pflanzen sind Nutzpflanzen oder Zierpflanzen. Menschen verwenden domestizierte Tiere als Nutztiere, d.h. für Nahrung, Kleidung und Arbeit. Ansonsten können die domestizierten Tiere als Haustiere gehalten werden.

Rinder im alten Ägypten
Rinder im alten Ägypten

Weizen
Weizen

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Domestizierte Pflanzen

Der erste Beweis für die Domestizierung von Pflanzen stammt von Weizen, der in vorkeramischen neolithischen Dörfern in Südwestasien gefunden wurde. Sie werden auf 10.500 bis 10.100 v. Chr. datiert. Der fruchtbare Halbmond, Ägypten und Indien waren die Orte der frühesten geplanten Aussaat und Ernte von Pflanzen.

Die Landwirtschaft entwickelte sich an mehreren Orten zu verschiedenen Zeiten unabhängig voneinander. Die acht neolithischen Gründerkulturen (Emmer- und Einkorn-Weizen, Gerste, Erbsen, Linsen, Bitterwicke, Kichererbsen und Flachs) waren alle um 7000 v. Chr. entstanden.

Domestizierte Tiere

Herkunft des Hundes

Der Ursprung des Haushundes (Canis lupus familiaris) begann mit der Domestizierung des Grauen Wolfes (Canis lupus familiaris) vor mehreren zehntausend Jahren. Domestizierte Hunde stellten den frühen Menschen ein Wachtier, eine Nahrungsquelle, ein Fell und ein Arbeitstier (Jagd, Schlittenziehen) zur Verfügung. Dieser Prozess dauert bis heute an.

Die Archäologie hat die früheste bekannte Domestizierung auf möglicherweise 30.000 v. Chr. und mit Sicherheit auf 7.000 v. Chr. beziffert. Andere Hinweise deuten darauf hin, dass Hunde zuerst in Ostasien domestiziert wurden.

Der vielleicht früheste klare kulturelle Beweis für diese Domestizierung ist der erste Hund, der vor 12.000 Jahren in Palästina zusammen mit Menschen begraben gefunden wurde.

Andere Tiere

Auch Katzen wurden recht früh domestiziert. Zu Beginn der Landwirtschaft begannen die Menschen mit der Domestizierung von Schafen und Ziegen, später auch von Schweinen und Rindern. Andere Tiere, die früh domestiziert wurden, sind Kamele, Esel und Pferde. Einige Tiere, wie das Hauskaninchen, wurden erst in jüngerer Zeit domestiziert.

Viele andere Tiere, die vom Menschen über einen langen Zeitraum künstlich ausgewählt wurden und nicht einfach mit dem Menschen leben. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Vögel

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Hausgans

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Inland-Türkei

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Säugetiere

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Hausziege

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Versuchskaninchen

Fisch

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Clownfisch

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Blauer Doktorfisch

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Koi

Insekten

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