Viele Touristen besuchen die schöne Stadt Bamberg. Ein guter Ausgangspunkt ist die Neptun-Statue in der Fußgängerzone. Die Bamberger nennen diese Statue Gabelmann, weil Neptun seine dreizackige Gabel hält.
Das Gebiet hier wird Grüner Markt genannt. Dieser Ort wurde zum Zentrum der bürgerlichen Siedlung, die sich um ihn herum entwickelte. Ganz in der Nähe befindet sich ein großer Platz, der Maximiliansplatz. An Markttagen ist es hier sehr belebt. Man isst die traditionellen Würstchen, die am Würstchenstand gekocht werden, und trinkt Bamberger Bier. Am nordwestlichen Ende des Platzes stand früher eine Kirche, die 1806 zerstört wurde, als die Erzbischöfe ihre politische Macht verloren. Das Patronat von St. Martin übernahm die ehemalige Jesuitenkirche, die der Architekt Georg Dientzenhofer bis 1693 am Grünen Markt errichten ließ.
Die Namen der nahe gelegenen Straßen erzählen viel über die Geschichte der Stadt. Da ist die Fischstraße, in der früher die Fischer wohnten. Sie führt hinunter zum linken Regnitzarm, wo man die Stelle sehen kann, an der die Boote zum Be- und Entladen ihrer Waren anlegten. Dort befindet sich ein alter Schlachthof. Der Alte Kanal verläuft entlang der Ostseite der Stadt und bildet eine große Insel, auf der sich einige sehr alte Gebäude befinden. Die ältesten Gebäude, die aus dem 16. Jahrhundert stammen, wurden von Gerbern erbaut, die durch ihren Handel mit der Lederherstellung recht reich wurden.
Mitten in der Regnitz wurde das Alte Rathaus von Bamberg gebaut. Es liegt nicht auf der Insel, aber es wurde von den Menschen erbaut, die riesige Holzbalken in das Flussbett trieben. Ihr Rathaus stand daher zwischen dem südwestlichen Ufer, wo die Bischöfe regierten, und dem nordöstlichen Ufer, wo die einfachen Kaufleute wohnten.
Das Alte Rathaus ist das meistfotografierte Gebäude Bambergs. Für Fußgänger gibt es hier zwei Brücken: die Obere und die Untere Brücke. Die alte Untere Brücke führt durch den Torbogen des Rathauses. Auf der einen Seite befinden sich schöne barocke Gemälde. Auf der anderen Seite kann man noch die mittelalterlichen schwarz-weißen Mauern sehen. Auch diese Seite wurde in der Barockzeit mit Gemälden verputzt, aber als im Zweiten Weltkrieg eine Brücke in der Nähe gesprengt wurde, fiel der Putz ab, so dass er heute noch mit den ursprünglichen mittelalterlichen Wänden zu sehen ist. Einen steilen Aufstieg auf einer gepflasterten Straße hinauf befindet sich der Domplatz. Alle Gebäude rund um den Domplatz sind aus dem örtlichen Sandstein errichtet, obwohl sie aus verschiedenen Epochen stammen. Der Bamberger Dom (Kaiserdom genannt) zeigt romanische und gotische Architektur.
Jeder sollte den weltberühmten Reiter oder Bamberger Reiter im Inneren und viele andere mittelalterliche Sandsteinfiguren gesehen haben. Die Ratsstube ist im Stil der Renaissance erbaut. Die Alte Hofhaltung ist mittelalterlich. Es ist ein Hof aus dem 15. Jahrhundert mit einer langen Reihe zweigeschossiger Gebäude mit einer hölzernen Galerie. Gegenüber befindet sich die Neue Residenz, ein Barockpalast. Ein Spaziergang hier hindurch führt in den berühmten Rosengarten. Von hier aus kann man die Abteikirche St. Michael ganz oben auf dem Hügel sehen. Gleich darunter, zurück in Richtung Fluss, liegt die Sandstraße, die für ihre Kneipen und ihr Nachtleben berühmt ist.