Jumbo (um Weihnachten 1860 - 15. September 1885) war der erste internationale Tiersuperstar. Er war der erste afrikanische Buselefant, der das moderne Europa lebend erreichte. Er wurde in Ostafrika geboren und dort Anfang 1862 von arabischen Jägern gefangen genommen. Zuerst wurde er an einen Wanderzoo in Deutschland verkauft, dann an den Jardin des Plantes in Paris. Er wurde gegen ein Rhinozeros an den Zoologischen Garten in London eingetauscht.

Jumbo lebte etwa 16 Jahre im Londoner Zoo. Er war der größte Elefant in Gefangenschaft. Der amerikanische Zirkusschauspieler P. T. Barnum musste einfach diesen riesigen Elefanten in seinem Zirkus haben. Er kaufte Jumbo 1882. Sein Debüt in den Vereinigten Staaten gab der Elefant am Ostersonntag 1882 im Madison Square Garden in New York City. Drei Jahre lang tourte er mit Barnums Zirkus. Im September 1885 kam er bei einem Eisenbahnunglück in Kanada ums Leben.

Jumbo erregte nach seinem Tod ebenso viel Aufmerksamkeit wie im Leben. Seine Haut wurde ausgestopft und seine Knochen konserviert. Seine Haut und sein Skelett wurden zuerst im Zirkus von Barnum und dann in Museen ausgestellt. Seine Haut wurde 1975 bei einem Brand an der Tufts-Universität zerstört. Sein Skelett wurde viele Jahre lang im American Museum of Natural History in New York City ausgestellt. Mit der Zeit vergaßen ihn die Kinder. Sein Skelett wurde weggeräumt.

Der Verkauf von Jumbo im Jahr 1882 löste in Großbritannien öffentlichen Ärger aus. Er erregte die Aufmerksamkeit von Menschen auf der ganzen Welt. Die "Jumbomania", eine Modeerscheinung für alles, was mit Jumbo zu tun hat, war geboren. Die zivilisierte Welt wurde mit Jumbo-Krawatten, Schmuck und anderen Souvenirs überflutet. Menschen auf der ganzen Welt waren traurig, als er starb. Das größte Vermächtnis von Jumbo ist sein Name. In der englischen Sprache bedeutet er heute "sehr groß".