Christopher Houston "Kit" Carson, (24. Dezember 1809 - 23. Mai 1868) war ein amerikanischer Grenzer. Seine Karriere als Grenzer beinhaltete vier Hauptbeschäftigungen: Bergmann, Führer, Indianeragent und Offizier in der Armee der Vereinigten Staaten. Er trug dazu bei, den amerikanischen Westen für die Besiedlung zu öffnen. Zu seiner Zeit war er eine Berühmtheit, die in den Vereinigten Staaten weit und breit bekannt war. Im modernen Amerika erinnert man sich an ihn als Volksheld.

Carson begann sein Erwachsenenleben 1829 als Bergmann. Etwa zehn Jahre lang fing er Biber für den Pelzhandel ein. Während dieser Jahre wurde Carson zum "Indianer-Killer" - er war gezwungen, viele Indianer zu töten, um sich vor Angriffen, Diebstahl und Mord zu schützen. Carson wurde durch Romane, Zeitungsberichte und andere Medien als einer der größten "Indianer-Killer" bekannt. Als der Pelzhandel in den 1840er Jahren ausstarb, suchte Carson nach anderen Werken.

1842 heuerte der Armeeoffizier John Charles Frémont Carson an, um ihn auf drei verschiedenen Expeditionen in den Westen zu führen. Bei allen drei Expeditionen ging es darum, abgelegene und unerforschte Gebiete des Westens zu kartografieren und zu beschreiben. Diese Expeditionen waren äußerst erfolgreich. Frémonts Berichte an die Regierung machten Carson zum Grenzhelden und wurden von vielen Amerikanern gelesen. Carson wurde in den ganzen Vereinigten Staaten zu einer Berühmtheit. Seine Abenteuer wurden in Geschichten verwandelt, die in papierumhüllten Büchern, so genannten Dime Novels, veröffentlicht wurden. Diese billigen, populären Bücher machten ihn berühmter denn je.

1853 wurde Carson ein indianischer Agent im nördlichen New Mexico. Seine Aufgabe war es, die Utahs und Apachen in Frieden zu halten. Er sorgte dafür, dass sie mit Ehrlichkeit und Fairness behandelt wurden und dass sie die Nahrung und Kleidung bekamen, die sie brauchten. 1861 brach der amerikanische Bürgerkrieg aus. Carson trat von seinem Amt als indianischer Agent zurück und trat der Unionsarmee bei. Als Leutnant führte er die New Mexico Volunteer Infantry an. Seine Truppen kämpften bei Valverde, New Mexico, gegen Konföderierte. Die Konföderierten gewannen diese Schlacht, wurden aber später besiegt. Die meiste Zeit in der Armee verbrachte Carson mit der Ausbildung von Rekruten.

Carson diente in dieser Zeit in mehreren Kriegen und Schlachten mit den südwestlichen Stämmen. Er trieb Apachen und Navajos zusammen und brachte sie aus ihrer Heimat in Regierungsgebiete, die Reservate genannt wurden. Carson wurde in den Rang eines Colonels befördert. Gegen Ende seines Lebens wurde er zum Brigadegeneral befördert und erhielt das Kommando über Fort Garland in Colorado. Nach etwa zwei Jahren verließ Carson das Militär wegen Krankheit. Er starb 1868 in Fort Lyon, Colorado. Er ist in Taos, New Mexico, neben seiner dritten und letzten Frau Josefa Jaramillo begraben.