Die Women's Tennis Association (WTA) Tour ist die Nummer eins der Profi-Tennis-Touren für den Damentenniswettbewerb. Der WTA-Tour-Kalender 2011 umfasst die Grand-Slam-Turniere (organisiert von der Internationalen Tennisföderation (ITF)), die WTA-Premier-Turniere (Premier Mandatory, Premier 5 und reguläre Premier), die internationalen WTA-Turniere, den Fed-Cup (organisiert von der ITF) und die Meisterschaften am Jahresende (das Commonwealth Bank Tournament of Champions und die WTA-Tour-Meisterschaften). Ebenfalls im Kalender 2011 enthalten ist der Hopman Cup, bei dem keine Ranglistenpunkte verteilt werden und der von der ITF organisiert wird.

Turnierkategorien und Bedeutung

  • Grand Slams – die vier größten Turniere (Australian Open, French Open, Wimbledon, US Open). Sie haben das höchste Prestige, die höchsten Teilnehmerfelder und die meisten Ranglistenpunkte.
  • WTA-Premier-Turniere – unterteilt in Premier Mandatory, Premier 5 und reguläre Premier-Events; sie ziehen ebenfalls viele Topspielerinnen an und sind wichtig für die Jahresrangliste.
  • WTA International – kleinere Turniere mit weniger Preisgeld und Punkten, bieten aber Chancen für Spielerinnen außerhalb der absoluten Weltspitze, Punkte zu sammeln und Titel zu gewinnen.
  • Jahresabschluss-Turniere – das WTA Tour Championships (WTA Finals) für die Saisonbesten sowie das Commonwealth Bank Tournament of Champions für Siegerinnen bestimmter International-Events; beide haben besondere Bedeutung für das Saisonfazit.
  • ITF-Veranstaltungen im Kalender – neben den Grand Slams sind z. B. der Hopman Cup oder der Fed-Cup Bestandteil des Jahresprogramms, auch wenn nicht alles davon Ranglistenpunkte bringt.

Kalenderstruktur und Oberflächen

Die WTA-Saison gliedert sich grob in mehrere Abschnitte, die sich durch Spieloberflächen und regionale Schwerpunkte unterscheiden:

  • Harter Belag / Australien-Saison (Jänner) – Vorbereitung auf die Australian Open mit mehreren Turnieren in Australien und Asien.
  • Frühjahr auf Hartplatz und Sand (Februar–April) – Turniere in Nordamerika und in der Frühjahrs-Hartplatzphase sowie der Übergang zur Sandplatzsaison.
  • Sandplatz-Saison / Europa (Mai–Juni) – wichtig für die Vorbereitung auf die French Open mit zahlreichen Turnieren in Europa.
  • Rasen-Saison (Juni–Juli) – kurze, aber prestigeträchtige Phase rund um Wimbledon.
  • US-Open-Serie und Asien-Tour (August–Oktober) – lange Hartplatz-Phase in Nordamerika (US Open) und anschließend Turniere in Asien, einschließlich bedeutender Events in China.
  • Jahresende (Oktober–November) – Saisonabschluss mit den WTA Finals und dem Tournament of Champions sowie eventuell Fed Cup-Endspielen.

Punkte, Preisgeld und Einfluss auf die Rangliste

Die Verteilung von Ranglistenpunkten und Preisgeld ist gestaffelt nach Kategorie: Grand Slams bringen die meisten Punkte, gefolgt von den Premier-Events und den International-Turnieren. Für Spielerinnen ist die Teilnahme an bestimmten Pflichtturnieren (z. B. Premier Mandatory) verpflichtend oder stark empfohlen, weil das Weglassen Punkte- bzw. Rankingnachteile mit sich bringen kann. Die Rangliste entscheidet über Setzlisten, Qualifikation für die WTA Finals und die Sportförderung vieler Spielerinnen.

Saison-Highlights 2011

  • Grand-Slam-Siegerinnen:
    • Australian Open: Kim Clijsters – ihr Sieg markierte eine erfolgreiche Rückkehr auf die große Bühne.
    • French Open: Li Na – historisch, da sie als erste Spielerin aus Asien einen Grand-Slam-Einzeltitel gewann.
    • Wimbledon: Petra Kvitová – ihr Durchbruch auf der größten Rasenbühne brachte ihr internationales Renommee.
    • US Open: Samantha Stosur – gewann ihr erstes Grand-Slam-Einzelturnier und schrieb damit australische Tennisgeschichte.
  • Jahresbestleistung und Ranglisten: Die Saison zeigte eine größere Durchmischung an Turniersiegerinnen und Überraschungen; konstante Ergebnisse über das Jahr hinweg sind dabei oft entscheidend für eine hohe Jahresplatzierung.
  • WTA Finals: Die Jahresabschluss-Meisterschaften (im Jahr 2011 in Istanbul) versammeln die acht besten Spielerinnen und sind ein sportliches Highlight mit hohem Prestige.
  • Besondere Momente: 2011 zeichnete sich durch einige historische Momente (z. B. Li Nas French-Open-Sieg) und durch das Aufkommen neuer Stars in der WTA ab.

Weitere Aspekte des Tour-Alltags

  • Viele Turniere bieten neben dem Einzel auch ein stark besetztes Doppel-Feld; Doppelrankings laufen parallel zur Einzel-Rangliste.
  • Qualifikationsturniere vor den Hauptrunden ermöglichen Spielerinnen mit niedrigeren Rankings den Einstieg in die Hauptfelder.
  • Verletzungsmanagement, Reisestrategie und die richtige Turnierplanung sind für Profispielerinnen elementar, um über ein ganzes Jahr hinweg Leistung zu bringen.

Fazit

Die WTA-Saison 2011 war sportlich vielseitig: neben den etablierten Größen gab es neue Grand-Slam-Siegerinnen und wegweisende Momente (wie Li Nas historischer Erfolg). Der Kalender vereint Top-Events mit einem breiten Spektrum an kleineren Turnieren, die zusammen die Grundlage für die Rangliste, das Saisonbild und die Karriereentwicklung vieler Profispielerinnen bilden.