Jack Roosevelt "Jackie" Robinson (31. Januar 1919 - 24. Oktober 1972) war der erste afroamerikanische Spieler der MLB (Major League Baseball) der Neuzeit. Robinson durchbrach die Farbgrenze im Baseball, als er 1947 bei den Brooklyn Dodgers debütierte. Er war der erste Schwarze, der seit den 1880er Jahren offen in den großen Ligen spielte. Er trug wesentlich dazu bei, die Rassentrennung im Profi-Baseball zu beenden. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten Afroamerikaner nur sechs Jahrzehnte lang in Neger-Ligen spielen. Sein Charakter und seine Fähigkeiten stellten die übliche Grundlage der Rassentrennung in Frage. Zu dieser Zeit war diese Grundlage Teil vieler anderer Teile des amerikanischen Lebens. Robinson und seine Fähigkeiten trugen viel zur Bürgerrechtsbewegung bei.

Abgesehen von seinem kulturellen Einfluss hatte Robinson eine insgesamt gute Baseballkarriere. Über zehn Spielzeiten hinweg spielte er in sechs Weltserien und half 1955 bei der Weltmeisterschaft der Dodgers. Von 1949 bis 1954 wurde er für sechs aufeinander folgende All-Star-Spiele ausgewählt. Robinson erhielt 1947 die erste MLB-Auszeichnung "Rookie of the Year". Außerdem gewann er 1949 den NationalLeague Most Valuable Player Award. Er war der erste schwarze Spieler, der diese Auszeichnung erhielt. Robinson wurde 1962 in die Baseball Hall of Fame aufgenommen. 1997 zog Major League Baseball seine einheitliche Nummer 42 über alle Major League-Teams hinweg zurück.

Robinson war auch für seine Aktivitäten außerhalb des Baseballs bekannt. Er war der erste afroamerikanische Fernsehanalyst in der Major League Baseball. Er war auch der erste afro-amerikanische Vizepräsident einer großen amerikanischen Firma. In den 1960er Jahren half er bei der Gründung der Freedom National Bank, einem in afroamerikanischem Besitz befindlichen/kontrollierten Finanzunternehmen mit Sitz in Harlem, New York. In Würdigung seiner Leistungen auf und neben dem Spielfeld wurde Robinson nach seinem Tod mit der Presidential Medal of Freedom und der Congressional Gold Medal ausgezeichnet.