Die Nazi-Eugenik war eine Reihe von Überzeugungen und Regeln, die für Nazideutschland während des Zweiten Weltkriegs sehr wichtig waren. Diese Überzeugungen besagen, dass die arische Rasse die Herrenrasse war - die beste Rasse von allen - und alle anderen Rassen minderwertig (nicht so gut) waren. Es gab auch viele andere Menschen, die die Nazis für "lebensunwürdig" hielten, wie Menschen mit Behinderungen. Diese Vorstellungen über Eugenik standen im Zentrum des Glaubens der Nazis und trugen schließlich zum Holocaust bei.
Weil sie diese "minderwertigen" Menschen in der deutschen Gesellschaft nicht haben wollten, beschlossen die Nazis, sie mit vielen verschiedenen Strategien loszuwerden. Sie begannen mit Menschen mit Behinderungen. Die Nazis zwangen mehr als 400.000 Menschen mit Behinderungen zu sterilisieren (sich einer Operation zu unterziehen, die es ihnen unmöglich machen würde, Kinder zu bekommen). Sie töteten auch über 300.000 Menschen mit Behinderungen in einem Programm namens Aktion T4. Im Rahmen dieses Programms schickten die Nazis Menschen mit Behinderungen an Orte wie die Euthanasiezentren Hadamar und Hartheim, um dort getötet zu werden. Diese Menschen wurden mit tödlichen Injektionen und Giftgas in Lieferwagen und Gaskammern in den Euthanasiezentren getötet.
Mit dem, was sie durch die Tötung von Menschen mit Behinderungen gelernt hatten, errichteten die Nazis bald Vernichtungslager (Todeslager). Das Ziel der Nazis war es, diese Vernichtungslager zur Ausrottung (Tötung aller) der Juden und Roma in Europa zu nutzen. Die Nazis schickten auch viele andere Menschen, die sie für minderwertiger hielten als die Todeslager und in Konzentrationslager, wo sie gezwungen wurden, als Sklaven zu arbeiten.



