Die Prinzessin und der Frosch ist ein 2009 entstandener amerikanischer animierter, romantisch-musikalischer Fantasy-Komödien-Drama-Film. Er wurde von den Walt Disney Animation Studios produziert und von Walt Disney Pictures vertrieben. Es ist der 49. Film in der Reihe Walt Disney Animated Classics. Der Film basiert lose auf dem Roman Die Froschprinzessin von E. D. Baker. Dieser Roman basiert wiederum auf dem Märchen der Gebrüder Grimm, "Der Froschkönig". Der Film spielt im New Orleans der 1920er Jahre in Louisiana. Die Geschichte handelt von einer fleißigen Kellnerin namens Tiana, die davon träumt, ihr eigenes Restaurant zu besitzen. Nachdem sie einen Prinzen geküsst hat, der von einem bösen Hexendoktor in einen Frosch verwandelt wurde, wird Tiana selbst zu einem Frosch. Sie muss einen Weg finden, sich wieder in einen Menschen zu verwandeln.

Der Film kam am 25. November 2009 in die Kinos von New York und Los Angeles. Am 11. Dezember 2009 ging er in weitere Kinos.

Handlung (Kurzfassung)

Die junge Tiana arbeitet hart als Kellnerin in New Orleans und spart jeden Cent, um ihr eigenes Restaurant zu eröffnen. Als der verwöhnte Prinz Naveen in die Stadt kommt, trifft er auf den zwielichtigen Zauberer Dr. Facilier. Durch einen Fluch verwandelt sich Naveen in einen Frosch. Tiana küsst ihn in der Hoffnung, ihn zu retten, doch statt ihn zurückzuverwandeln, wird auch sie selbst zum Frosch. Gemeinsam mit dem liebenswerten Jazz-Alligator Louis und der feurigen Lichtkäfer-Freundin Ray beginnt für die beiden eine Reise durch die Sümpfe Louisianas. Auf dem Weg treffen sie auf die weise Voodoo-Priesterin Mama Odie, erleben Abenteuer, wachsen aneinander und lernen, was wahrer Mut, Freundschaft und Hingabe bedeuten.

Produktion und Stil

Regie führten die erfahrenen Disney-Regisseure Ron Clements und John Musker, die zuvor unter anderem für Filme wie Die kleine Meerjungfrau und Aladdin bekannt wurden. Produziert wurde der Film von Peter Del Vecho. Die Filmmusik und die Songs stammen von Randy Newman, dessen jazzige und bluesige Kompositionen den Soundtrack stark vom New-Orleans-Flair der 1920er Jahre prägen. Visuell markiert der Film eine Rückkehr zur traditionellen, handgezeichneten 2D-Animation bei Disney, kombiniert mit moderatem Einsatz von CGI, um Tiefe und Effekte zu verstärken.

Besetzung (Auswahl)

Die Hauptrollen wurden gesprochen von bekannten Stimmen aus US-Film und -Theater. Zu den wichtigsten Sprechern gehören unter anderem Anika Noni Rose (Tiana), Bruno Campos (Prinz Naveen), Keith David (Dr. Facilier), Michael-Leon Wooley (Louis), Jenifer Lewis (Mama Odie) und John Goodman (Big Daddy La Bouff).

Musik

Die Songs und die Filmmusik von Randy Newman sind stark vom Jazz, Blues und Gospel beeinflusst und tragen wesentlich zur Atmosphäre des Films bei. Lieder wie Almost There unterstreichen Tianas Zielstrebigkeit und Träume, während andere Kompositionen das Leben und die Kultur von New Orleans widerspiegeln.

Rezeption und Einspielergebnis

Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken für seine Figuren, Musik, Animation und die Rückkehr zur klassischen Disney-Ästhetik. Kritiker lobten insbesondere die Darstellung von Tiana als starke, zielstrebige Protagonistin, gleichzeitig gab es auch Diskussionen über kulturelle Darstellungen und Stereotype. Das Produktionsbudget betrug schätzungsweise rund 105 Millionen US-Dollar; weltweit spielte der Film etwa 270 Millionen US-Dollar ein und war damit kommerziell erfolgreich.

Auszeichnungen und Bedeutung

Der Film erhielt mehrere Auszeichnungen und Nominierungen und wurde bei zahlreichen Preisverleihungen gewürdigt. Bemerkenswert ist vor allem die kulturelle Bedeutung: Tiana gilt als Disneys erste afroamerikanische Prinzessin, was in vielen Diskussionen über Repräsentation und Vielfalt in Animationsfilmen thematisiert wurde. Zudem wird der Film oft als Hommage an die Musik und Kultur von New Orleans angesehen.

Fazit

Die Prinzessin und der Frosch verbindet klassische Disney-Erzählung mit Jazz, Südstaaten-Flair und moderner Figurenzeichnung. Durch die Kombination aus traditioneller Animation, einprägsamer Musik und einer starken weiblichen Hauptfigur nahm der Film in der Disney-Geschichte eine besondere Stellung ein und bleibt wegen seiner Ästhetik und thematischen Schwerpunkte in Erinnerung.