Der Januar ist der erste Monat des Jahres in den heute gebräuchlichen Kalendersystemen wie dem julianischen und dem gregorianischen Kalender. Er liegt zwischen dem Dezember des Vorjahres und dem Februar des laufenden Jahres und hat in der Regel 31 Tage. Als Beginn des neuen Jahres ist der Januar international mit Neujahrsfeiern verbunden und markiert häufig Neuanfänge in Politik, Wirtschaft und Kultur.

Merkmale und Kalenderregeln

Der Januar verhält sich in Bezug auf die Wochentage nach festen Mustern: In gewöhnlichen Jahren beginnt er am gleichen Wochentag wie der Oktober. In Schaltjahren stimmt der Beginn mit dem des Aprils und des Juli überein. Diese Beziehungen ergeben sich aus der festen Tagesanzahl der Monate und der Schaltregel, die alle vier Jahre einen zusätzlichen Tag einfügt. Der Januar endet in normalen Jahren auf dem gleichen Wochentag wie der Februar und der Oktober; in Schaltjahren teilt er sein Enddatum mit dem Juli.

Geschichte und Namensursprung

Der Name Januar leitet sich vom römischen Gott Janus ab, der mit Türen, Übergängen und Neuanfängen assoziiert wurde. In frühzeitlichen römischen Kalendern gab es ursprünglich zehn Monate; die Monate Januar und Februar wurden nach traditioneller Darstellung später eingeführt, um den Kalender an den Sonnenzyklus anzupassen. Mit der Reform durch Julius Cäsar und später mit der gregorianischen Reform wurde die Monatsfolge stabilisiert, wodurch Januar seit Jahrtausenden als Beginn des Jahres gilt.

Feiertage, Brauchtum und Beispiele

  • 1. Januar – Neujahrstag: internationaler Feiertag und oft arbeitsfrei.
  • 6. Januar – Heilige Drei Könige (in vielen Ländern ein Feiertag oder kirchlicher Gedenktag).
  • In einigen orthodoxen Kirchen fällt Weihnachten auf den 7. Januar, wenn der julianische Kalender verwendet wird.
  • In den USA wird Mitte Januar der Martin-Luther-King-Day begangen (jährlich am dritten Montag im Monat).

Bedeutung, Klima und kulturelle Unterschiede

In der nördlichen Hemisphäre gehört der Januar meteorologisch und astronomisch meist zum Kern des Winters: kurze Tage und kalte Temperaturen prägen das Wetter. In der südlichen Hemisphäre ist er dagegen ein Sommermonat mit warmen oder heißen Bedingungen. Wirtschaftlich ist der Januar oft ein ruhiger Monat nach dem Jahreswechsel, zugleich beginnt vielerorts das neue Haushalts- und Geschäftsjahr mit Planungen und Vorsätzen.

Weiteres und bemerkenswerte Fakten

Der Januar ist in Sprachen und Kulturen unterschiedlich bezeichnet, trägt aber häufig die gleiche Assoziation mit Neubeginn. Astronomisch und astrologisch wird er von zwei Tierkreiszeichen geprägt: dem Steinbock (bis um den 20. Tag) und dem Wassermann (ab etwa dem 20. Tag). Seine feste Position als erster Monat macht ihn zu einem Referenzpunkt für Kalenderberechnungen, Feiertagsfestlegungen und statistische Auswertungen.